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Was ist Empathie?

Empathie ist ein wichtiger Bestandteil der Emotionalen Intelligenz und als solcher ein zwischenmenschlicher Prozess. Unter Empathie versteht man die Fähigkeit, sich treffsicher in die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen hineinversetzen zu können. Das ist weit mehr als Mitgefühl. Wer empathisch ist, kann die wahren Motive und Absichten von Mitarbeitenden, Kunden und Lieferanten verstehen und in Zukunft antizipieren. Grundsätzlich unterscheidet man 3 Arten von Empathie: Emotionale Empathie, kognitive (mentale) Empathie und soziale Empathie.

Die Bedeutung von Empathie in der Wirtschaft

Untersuchungen zeigen, dass empathische Arbeitsumgebungen in der Regel nicht nur kooperativer und stressfreier sind, sondern auch eine bessere Moral aufweisen. Außerdem erholen sich Menschen schneller von problematischen Veränderungssituationen wie zum Beispiel Entlassungswellen oder Umstrukturierungen. Der Top-Down-Einfluss von Manager-Empathie auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden spielt dabei eine sehr große Rolle.

CEOs weltweit erkennen Empathie zwar zunehmend als einen wichtigen Wert am Arbeitsplatz an, aber sie haben Probleme, Empathie zum Leben zu erwecken. Da Mitarbeitende Empathie als Entscheidungsgrundlage nutzen, um bei einem Arbeitgeber zu bleiben oder ihn zu verlassen, ist es für Unternehmen und Führungskräfte wichtiger denn je, Empathie als Führungs- und Zukunftskompetenz zu verstehen, damit sie auf dem heutigen herausfordernden Arbeitsmarkt den Kampf um die herausragenden Talente bestehen können.

Empathyconomics® – ein kultureller Wandel

Viele Unternehmenskulturen sind – historisch bedingt – von Aggression und Wettbewerb geprägt. Erkennen Manger und Führungskräfte, dass eine Fortführung dieser Kultur unter anderem die Einführung von Agilität verhindert, muss ein kultureller Wandel vollzogen werden. Weg von der nutzenmaximierten, wettbewerbsorientierten und effizienzbasierten Unternehmenskultur hin zu einer Empathie basierten Unternehmensführung und -kultur, die wir als Empathyconomics® bezeichnen, in der Wandel, Innovation und Zukunftsfähigkeit möglich sind.

Bei diesem kulturellen Wandel, der an der DNA des Unternehmens ansetzt, verschieben sich soziale Werte und Normen dramatisch. Das ist einer der Gründe, weswegen aktuelle Change-Prozesse in den meisten Unternehmen scheitern. Die Kluft zwischen „alt“ und „neu“ ist zu disruptiv.

Gerade jetzt ist es daher wichtig, an entscheidenden Schlüsselpositionen empathische Führungskräfte zu positionieren, die diesen Wandel menschenfreundlich gestalten können. Denn Empathie ist – ähnlich wie Angst – ansteckend wie ein Virus. Auf Empathie mit Hass, Angst, Ablehnung oder Widerstand zu reagieren ist so gut wie unmöglich, denn durch den Akt der Empathie werden Menschen in ihren Herzen und Emotionen angesprochen. Sie fühlen sich angenommen und verstanden. Fürsorge und Altruismus können sich ausbreiten.